Im Jahr 1908 produzierte ein Mann namens William A. Schaum ein zwei-zylindriges Fahrzeug mit Namen "The Seven Little Buffaloes" (Die sieben kleinen Büffel). Dieses Auto war das erste Glied in einer Kette, welche schliesslich zur Gründung der Checker Motors Corporation im Jahr 1922 führte. Da "The Seven Little Buffaloes" sich so gut verkaufte, sah sich Schaum bald dazu veranlasst in eine grössere Fabrik umzuziehen. Mit der Hilfe einer Gruppe von Investoren wurde ein neuer Standort in Normal, NY gefunden. Der Name der Firma wurde geändert von Deschaum Motor Car Co. zu The Deschaum-Hornell Motor Car Co.
1910 zog die Firma ein weiteres Mal um, dieses Mal nach Ecorse, MI, wo neu vier- und sechszylindrige Autos hergestellt wurden, genannt "Suburbans". Im September 1911 wurde aus der Deschaum-Hornell Co. die Suburban Motor Car Corp. Im Jahr 1912 wurde Hr. Palmer als Teilhaber in das Geschäft aufgenommen.
Aus der Suburban Motor Car Co. wurde 1913 die Palmer Motor Car Co. und eine neuer sechszylindrige Touring Limousine für sieben Passagiere wurde produziert. Da kein eigenes gutes Händler-Netzwerk vorhanden war, stieg Palmer in eine Teilhaberschaft mit Partin Cars ein und es wurde auch gleich eine neue Firma gegründet, die Partin-Palmer Manufacturing Co. Zwei Jahre später wurde daraus die Commonwealth-Motor Co. und die Firma zog 1919 um nach Joliet, IL. Hiermit entstand die erste Verbindung zu Checker.
Die Amerikanischen Fabrikate boomten zu dieser Zeit und so auch die Taxiindustrie. Es gab viele kleine Taxifirmen zu dieser Zeit, aber die grösseren Firmen, wie z.B. die Checker-Taxi Chicago kauften im Gebiet von Chicago sehr schnell die meisten davon auf. Checker hatte so viele dieser kleinen Firmen aufgekauft, dass ihr einziger Konkurrent schliesslich nur noch die Yellow Cab's von Chicago waren. |
Die Nachfrage nach langlebigen Autos wuchs und Checker suchte nach einem starken Chassis, welches Ihren hohen Anforderungen entsprach. 1920 schloss Checker mit der Commonwealth-Motor Co. einen Vertrag, zum Zweck Taxis zu bauen unter Verwendung von Chassis einer weiteren anderen Firma: "Markin Auto Body Corp." dessen Besitzer Morris Markin war. Morris Markin wurde Teilhaber der Firma nachdem er einem Freund, welcher Taxichassis baute $ 15.000 lieh. Später, um seine Investition zu schützen, übernahm Mr. Markin die marode Firma und sie hiess von da an die "Markin Auto Body Corp." Er führte die Firma zusammen mit der ebenfalls bereits wankenden Commonwealth-Motor Co. und Ende des Jahres 1921 bzw. im Mai 1922 wurde die Checker Cab Manufacturing Co. geboren.
Im Jahr 1922 als die Firma gegründet wurde und in Joliet, IL beheimatet war wurden pro Tag drei Taxis des Modells "C" produziert. Dies blieb viele Monate so. Im Januar 1923 wurde die Produktion auf 112 Fahrzeuge pro Monat gesteigert und es wurde während sieben Tagen in der Woche gearbeitet. Ende März diesen Jahres waren über 600 Checker Cabs auf den Strassen von New York unterwegs. Checker wurde nun endlich wahrgenommen. Um Verkauf und Service voran zu treiben wurde die Mogul-Checker Cab Sales Co. in New York gegründet.
Mit dem Wachstum kam auch der Platzmangel und Checker zog im April 1923 um nach Kalamazoo zu seinem endgültigen Standort um und übernahm dort auch gleich die beiden Firmen Handley-Knight Co. und Dort Body Plant. Am 18. Juni 1923 rollte der erste Checker vom Fliessband der Firma in Kalamazoo. Es war ein denkwürdiger und geschichtsträchtiger Tag für Checker, welche nun bereits 700 Angestellte beschäftigte.
|
1922 Modell C
|
Im Jahr 1924 hatte Checker die Produktion auf 4'000 Fahrzeuge pro Jahr gesteigert und die neue "E"-Serie wurde vorgestellt. Es gab zwei Modelle. Den "Landau" zu einem Verkaufspreis von $ 2.440 und die Limousine für $ 2.340. Als der Frühling 1925 kam, war die Produktion auf der beispiellosen Höhe von 75 Fahrzeugen pro Woche.
Die neue "F"-Serie wurde vorgestellt, mit einer sportlich schräg liegenden Windschutzscheibe, welche ausschliesslich für dieses Modell produziert wurde. Das Jahr 1926 stärkte Checker's Marktposition und Verkaufsorganisation, was für die Wagen dasselbe bedeutete.
|
1923 Modell H2
|
Die grossen Neuigkeiten des Jahres 1927 waren die neuen 6-Zylinder Motoren und die Autos wurden nun G-4 und G-6 genannt. Sie sahen aus wie alle Limousinen des Jahres 1927. Die Fahrzeuge der "E"-Serie wurden etwas länger gebaut um die alten Kunden bei Laune zu halten. Ende 1927 gab es 18 Automobilhersteller. Die Konkurrenz war hart und die Nachfrage nach kundenfreundlicheren und erschwinglicheren Fahrzeugen war offensichtlich. Die Firma hatte ein schlechtes Jahr und eine drastische Änderung wurden erforderlich.
|
1926
|
Anfangs 1928 gingen die Designer von Checker noch einmal an ihre Zeichenbretter um einen neuen Look zu entwerfen, etwas was die ganze Autoindustrie des Landes noch nie zuvor gesehen hatte. Am 4. Oktober 1928 rollte die neue "K"-Serie vom Fliessband, dieser Tag sollte, wie der Gründungstag der Checker Co., in die Geschichte eingehen.
Im Januar übernahm die Firma die Leitung von Checker Cab Sales Corp. in New York. Die Firma wickelte das gesamte Checker-Geschäft in New York und dessen Umgebung ab. Ende Januar 1929 gab es 21.000 Taxis in New York und davon waren 8.000 Checker Cabs.
1929 war das bisher ertragreichste Jahr für Checker. Daueraufträge strömten nur so in die Firma und die neue "K"-Serie wurde als das beste jemals gebaute Taxi gelobt. Ausgerüstet mit Vierraddruckbremsen und steinschlagsicherem Glas rundherum wurde der Preis auf $ 2.500 festgesetzt, ausserdem hatten sich die Fahrezeug entwickelt, sie verfügten nun über ein 127-Zoll-Chassis. Im selben Jahr übernahm Checker die Yellow Cab Co. in Chicago und erhielt ausserdem einen aussergewöhnlich lukrativen Auftrag aus Philadelphia für den Bau einer gesamten Flotte die ausschliesslich aus Modellen der K-Serie bestehen sollte. Checker badete in Erfolg und Glück bis Juni diesen Jahres waren die Checker vollständig ausverkauft. Leider hielt dieses Glück nicht lange an.
|
1928 Modell K
|
Mit dem Jahr 1930 kam der "Blue Monday" (Börsencrash) und ein Abwärtstrend in der gesamten Autoindustrie auf der ganzen Welt. Geld wurde knapp und die Fahrzeuge der K-Serie wurden nun per Nachnahme verkauft. Im Sommer 1930, mit Hilfe des Geldes auf der Bank, gründete Checker eine landesweite Vermittlung um so auf den gesamten nationalen Markt zu kommen. Im September diesen Jahres übernahmen sie die Firma Parmelee Transport Co. Diese Firma besass 7.500 Fahrzeuge aller Art, Taxis, Lkw's und Zweigstellen in allen grösseren Städten des Landes. Damit verbunden war auch die Motor Cab Transportation Compound, zu welcher weitere 2.100 Fahrzeuge gehörten. Dieses ganze Geschäft wurde Ende Oktober unter Dach und Fach gebracht, rechtzeitig um das neue Fahrzeug vorzustellen.
Die neue M-Serie wurde Ende des Jahres 1930 vorgestellt. Dieses Modell war einzigartig und atemberaubend wie das Modell K eine Schönheit war. |
1931 Modell M
|
|
Die Frontschutzbleche erweiterten sich nach oben in eine Spitze und nach vorn. Die Scheinwerfer und der Grill hatten eine bemerkenswert rechteckige Form, hoch und eng. Die Felgen waren sanfte Kegel. Dieses Design blieb so bis nach dem zweiten Weltkrieg. Die Sitzkissen waren mit Daunen gefüllt, wenn die Passagiere aussteigen wollten, mussten die Fahrer nach hinten gehen und ihnen mit einem speziellen kleinen Paddel, welches sie bei sich hatten, aus dem Sitz hoch helfen.
Im Februar 1931 machte Checker einen weiteren grossen Schritt und gründete die Empire Cab Association zum Zweck die Streitigkeiten unter den Taxifahrern zu beheben, da diese in New York City sehr ausgeprägt waren. Sie wollten so den kleineren Taxifirmen und Fahrern die Möglichkeit geben ungestört ihrer Tätigkeit nachgehen zu können.
Gleichzeitig herrschte zu dieser Zeit eine tiefe Depression aufgrund des Geldmangels. Dies war eine der härtesten Zeiten denen das Lang gegenüberstand. Der Profit dieses Jahres stand Ende Mai bei $ 665. Dies sah zwar nicht besonders gut aus für ein florierendes Geschäft, aber fast jeder sonstige Automobilhersteller schrieb in diesen Zeiten nur noch Verluste. Daher war dies schon bemerkenswert. Es sah tatsächlich sogar so gut aus, dass andere Firmen, wie General Motors ihr neues Modell nach New York brachten um die Marktführung der Checkers zu brechen. Diese Fahrzeuge wurden für jedermann für $ 360 angeboten, ohne festen Vertrag um den Rest abzuzahlen. Diese Geschäftspolitik verletzte Checker, war aber sehr kurzlebig. Das was das Management von Checker vorausgesagt hatte fand statt: Die Taxifahrer kamen ihren Zahlungen nicht nach und GM hatte keine Möglichkeit sie dazu zu bringen oder sie zur Rückgabe der Fahrzeuge zu bewegen. Die Taxifahrer fuhren die neuen Wagen so lange bis sie zusammenbrachen oder die Reifen vollständig abgefahren waren und brachten sie dann General Motors zurück. Innert Stunden kehrten die Taxifahrer wieder zurück zu Checker. Dies war eine sehr teure Lektion für einen solch grossen Hersteller.
Im Juni 1931 erweiterte die Firma ihren Fahrzeugpark um ein weiteres Modell, einen neuen Kombi. Es war mehr ein Nutzfahrzeug, welches in ein Transport- oder Ambulanzfahrzeug verwandelt werden konnte. Während zwei Jahren wurden etwas mehr als 1000 dieser Wagen produziert.
Im November des selben Jahres erhielt Checker einen Auftrag für 1000 neue Taxis für die Chicago Yellow Cabs. Der Profit Ende des Jahres 1931 belief sich auf etwas mehr als $400,000, wirklich ein Unterschied zu den $665 im Mai. Die einzige andere Autohersteller-Firma, die in diesem Jahr auch einen Profit erzielen konnte war Auburn Automobile Co. Dies ist ein interessanter Punkt, wie wir später noch feststellen werden.
Nachdem Checker zwei Jahre lang Rekordgewinne eingefahren hatte, mussten sie im Herbst des Jahres 1932 herbe Rückschläge in Kauf nehmen. Die Herstellung wurde für viele Wochen eingestellt während dieses Jahrs. Trotz dieser äusserst schwierigen Zeiten wurde ein neues Fahrzeugmodell vorgestellt. Es war ein neu gestaltetes Modell "M", trug aber die Merkmale der Modelle der Serie "T". Es hatte ein getrimmtes Seitenrückfenster, einen achtzylinder Motor und vieles mehr. Gleichzeitig wurden noch ein Kombi und ein Truck produziert.
Die Produktion der neuen "T"-Serie stand an und 500 Männer wurden zur Arbeit zurück gerufen. Im Juni wurden die Inhaber von elf auf sieben reduziert, im August übernahm Errett Lobban Cord die Kontrolle über Checker.
Die gesamte Firma wurde reorganisiert und Cord wurde Vorsitzender. Ein Drei-Mann Exekutivkomitee wurde gebildet, Morris Markin eingeschlossen. Markin wurde daraufhin zum Präsident der neuen Firma ernannt. Zu diesem Zeitpunkt waren mehr als 18,000 Checkers auf den Strassen der Nation unterwegs und die Firma kontrollierte auch immer noch die Parmelee System. Sie kauften Saf-T-Cab von Auburn Motor Car Co. welche jahrelang zur Herstellung ihrer Fahrzeuge beigetragen hatte.
Die technische Abteilung hatte während dieser schweren Zeiten an einem neuen Modell gearbeitet und dieses wurde gegen Ende des Jahres 1935 als Modell "Y" vorgestellt. Es war ein attraktives Fahrzeug mit schrägen Front- und Rückwindschutzscheiben. Die Haube sah gleich aus wie die des 1935 Ford V8. Die neuen Wagen verkauften sich gut. Im ersten Viertel des Jahres wurden 980 davon hergestellt. Im zweiten Vierteljahr bereits 1250 und ein verlängertes Modell, man könnte es den Grossvater des Aerobus nennen, wurde vorgestellt. Sie wurden hauptsächlich für die Parmelee Company hergestellt und waren als sechs- oder achttürige Modelle erhältlich. Diese Fahrzeuge wurden intensiv für Transporte zwischen Depots, Flughäfen oder Hotels genutzt. Die Produktion boomte wieder und mehr Arbeiter wurden benötigt. Das Geschäft florierte in den Jahren 1936 und 1937. Zwischen Januar und März des Jahres 1936 gewann Mr. Markin die Kontrolle über die Firma zurück. Hätte er dies nicht zu diesem Zeitpunkt getan, wäre Checker damit bereits Geschichte gewesen, denn im August des Jahres 1937 entschied sich E.L.Cord in den Ruhestand zu gehen und alle seine Anteile zu verkaufen. Am Ende des Jahres 1937 gab es viele der namhaftesten Automobilhersteller bereits nicht mehr. Bei Checker blieb man bei der Produktion des Modells "Y", dies war das Hauptmodell ihrer Produktion aber die Firma veränderte sich etwas. 1938 und 1939 stellten sie Chassis her für die Hudson Motor Car. Sie produzierten auch einige grosse Trucks und Busse. Die Taxi-Produktion war etwas zurückgegangen und die Produktion steigerte sich in dieser Zeit auch nicht wieder. Dann kam 1939 ein neues Projekt.
|
1936 Modell Y
|
Die Produktion der neuen "A"-Serie begann. Es war ein kritischer und schwieriger Zeitpunkt, denn dieses Modell sollte für viele Jahre so bleiben und das endgültige Design darstellen. Die Serie "A" wurde ab 1940 verkauft und dieses Modell war das Taxi welches während des gesamten zweiten Weltkriegs verkauft wurde. Das Fahrzeug hatte diverse neue Sicherheitsfeatures und war eines der geräumigsten je hergestellten Checker Cabs.
Während dieser Zeit produzierte Checker, wenn sie grade mal keine Taxis herstellten, Anhänger für Sears-Roebuck, Trucks für Ford und einen Armee-Jeep. Es wurden nur vier Arten von Jeeps gebaut und alle für die Regierung. Alle hatten einen Vierrad-Antrieb, ausserdem wurden noch diverse andere Dinge für die Armee hergestellt.
Es gab viele zukunftsorientierte Projekte die wegen des Krieges auf die Seite gestellt werden mussten. Als der Krieg vorbei war, war Checker bereit für die neuen Produktionen von Taxis. Checker war seiner Zeit wohl einiges voraus als das Modell der "B"-Serie hergestellt wurde. Es war ein Fahrzeug mit Hinterradantrieb, bei welchem sich auch der Motor hinten befand. Es wurden nur zwei Wagen dieses Modells hergestellt und sie wurden Ende des Jahres 1945 immer noch getestet. Es existieren nicht viele Informationen über dieses Modell, ausser das es nicht sonderlich gut akzeptiert wurde von der Autoindustrie. |
1950 Modell A4
|
Das Modell "C" kam nie über das Zeichenbrett hinaus und war überschattet vom Modell "D". Dieses Taxi "übernahm" die Strassen im Jahr 1946 und sah einzigartig aus, es gab kein vergleichbares Fahrzeug. Es gab grosse Pläne für dieses Modell. Vierzehn verschiedene Versionen um genau zu sein. Um einige zu nennen: ein Coupe, ein Auto welches umgebaut werden konnte, ein Ambulanz-Fahrzeug, ein Pick-Up, Trucks. Das einzigartige an diesem Modell waren sicher der über Kreuz montierte sechs-zylinder Motor und der Vorderradantrieb. Dieses ganze Projekt wurde gegenüber Aussenstehenden streng geheim gehalten.
Es gab viele Probleme, die meisten davon mit dem Vorderradantrieb. Die gesamte Herstellung musste noch einmal von Grund auf geändert werden. Es gab eine grosse Nachfrage nach neuen Taxi-Fahrzeugen nach dem Krieg und Checker wusste das, es wurde ihnen bewusst das sie handeln mussten und keine Zeit verlieren durften, da dies sie sonst zuviel gekostet hätte. Sie entschieden sich darum zum konventionellen Modell "A" zurück zu kehren. Sie kombinierten das Vorkriegs-Modell mit dem neuen Desigen der Modelle der Serie "D" und präsentierten im Februar 1947 das Modell "A2". Dieses Fahrzeug wurde weiter produziert bis ins Jahr 1955.
|
1946 Modell D
|
1956 wurde das Modell "A8" vorgestellt und auch sehr gut angenommen. Es unterschied sich deutlich von allen bisherigen Checker-Designs. Die vordere Gelenkwelle wurde ersetzt durch eine Spulenaufhängung mit Kugelgelenk. Das Chassis war neu überarbeite und langlebiger gemacht worden und hatte einen zusätzlichen Frontschutz erhalten. Antriebs- und Bremssteuerung sowie automatische Übertragung waren zusätzlich erhältliche Optionen. Die Fenster waren alle vergrössert worden um den Fahrern bessere Sicht zu bieten. Dieses Grunddesign war jenes welches erhalten blieb bis Ende des Jahres 1982, von einigen minimalen Veränderungen abgesehen.
|
1956 Modell A8
|
Im Oktober des Jahres 1958 wurde der "A9" vorgestellt. Das waren die Stretch-Modelle genannt "Aerobus". Es gab sie in zwei verschiedenen Varianten, für neun oder für zwölf Passagiere mit einem Achsabstand von 154 1/2 inches (3.92 Meter) bzw. 189 inches (4.80 Meter). Diese Fahrzeuge waren kaum auf dem Markt und schon waren sie überall auf der Welt gefragt, vor allem an Flughäfen und in Hotels. Diese Vehikel waren nicht einfach in die Länge gezogene Taxis, sondern vollkommen neu konstruierte extrem starke und langlebige Fahrzeuge. Jeder Passagier hatte seine eigene Tür und das hintere Gepäckfach hatte Bänder aus rostfreiem Stahl um das Gepäck fest zu halten, so dass es die Scheiben nicht zerkratzen konnte. Der 9-Plätzer wurde bis ins Jahr 1969 produziert, der 12-Plätzer bis ins Jahr 1974.
|
Aerobus
|
Der Checker für den Privatgebrauch kam 1960 auf den Markt und trug den Namen "Superba". Es wurden zwei Modelle vorgestellt: eine viertürige Limousine und ein Kombiwagen. Beide Modelle gab es in zwei Varianten, die reguläre und die spezielle. Die Limousine bot 8 Passagieren Platz, der Kombi konnte sechs Personen einladen, bei diesem Fahrzeug konnten die hinteren Sitze nach unten geklappt werden, so dass ein Laderaum von 4x8 Fuss (121x243cm) bei geschlossener Ladeklappe zur Verfügung stand.
1961 erhielt der Superba Special den neuen Namen "Marathon". Dieser Kombi hatte standardmässig einen sechs-zylinder Motor. 1963 wurde eine neue Luxuslimousine vorgestellt. Sie hatte einen Achsabstand von 129 inches (3.27 Meter) und ausserdem alle Extras inklusive, sowie ein spezielles abgetrenntes Fahrer-Abteil.
|
1961 Modell Superba
|
In den Jahren zwischen 1964 und 1982 durchlebte Checker dramatische Veränderungen. Im Jahr 1964 liess Checker den Namen Superba fallen, alle Wagen des Modells "A12" hiessen nun "Marathon". Die unterschiedlichen Modelle erhielten nun, um sie zu unterscheiden, einen Buchstaben als Namenszusatz. Die Kombis waren also nun "A12W" 's, die Stretch-Limousinen waren "A12E" 's. Die Taxis wurden zu "A11" 's, die verlängerte Version "A11E" 's. Die Continental Motoren wurden 1964 ebenso fallen gelassen und durch die Chevrolet 230 Six und die 283 V8 ersetzt. 1965 wurde der Chevy 327 V8 angeboten und 1968 die 230 in-line six-, die 307 und die 327 V8-er.
Im Jahr 1969 wurde der Medicar vorgestellt. Es war ein sonderlich anzusehendes Fahrzeug, sein Auspuff war 10 inches (25 cm) lang und die hinteren Türen liessen sich in einem Winkel von bis zu 180 Grad öffnen. Dieser Wagen wurde hergestellt mit einem Achsabstand von 129 inches (3.27 Meter) und er konnte bis zu drei Rollstühle einladen wenn der rechte Vordersitz entfernt war. Es wurden nur 100 dieser Fahrzeuge hergestellt um 1970 wurde die Produktion ganz eingestellt.
|
1982 Modell Marathon A11
|
1973 wurden die Chromstossdämpfer entfernt, um Platz zu machen für die neuen Aluminiumstossdämpfer welche zusammen mit den neuen Seitenlichtern die Reflektoren ersetzten. Diese zwei grossen Veränderungen waren auch die letzten die Checker machte. 1974 war ein vorbildliches Jahr und als es zu Ende ging wurde die Produktion des achttürien Aerobus eingestellt. 1977 liess man ihn in etwas abgeänderter Form noch einmal aufleben. Die neue Variante war eine achttürige Stretch-Limousine mit Platz für 15 Fahrgäste. Auch dieses Modell hatte nur eine kurze Lebensdauer und die Produktion wurde bereits Endes des Jahres wieder eingestellt. Checker war erneut angekommen bei nur vier Modellen und sie sollten auch nie wieder ein neues Modell vorstellen.
Nach der Rezession die im Jahr 1979 begann kamen auch Änderungen in der Taxiindustrie. Immer neue Verordnungen und Regeln der Regierung brachten Checker dazu ihre Türen und die 60 Jahre alte Produktionsstätte zu schliessen. Die Checker galten als die Rolls Royce unter den Taxis zu ihren Zeiten. Es war ein trauriger Tag, als am 12. Juli 1982 das letzte dieser Stahlrösser das Fliessband in Kalamazoo verliess. Es trug die elfenbein-grüne Farbe der Checker Cabs von Chicago. Sechzig Jahre zuvor fuhr der erste Checker in den selben Farben von gleichen Fliessband auf die Strasse und die grossen Städte hinaus um voller Stolz seine Fahrgäste zu ihrem Bestimmungsort zu bringen. Es würde nicht lange dauern bis dieses einmalige geräumige ultimative Taxi nur noch eine verblasste Erinnerung in den Gedanken der Menschen ist, die sich heute in diese kleinen Kompaktwagen zwängen mit ihren Koffern auf den Knien und sich während sie sich über ihren Platzmangel Gedanken machen sich die guten alten Zeiten zurück wünschen in denen die "fahrenden Wohnzimmer" noch die Strassen beherrschten.
|